Facebook und die Börse: Willkommen auf dem Parkett

Feb 02, 12 Facebook und die Börse: Willkommen auf dem Parkett

Die Spieleschmiede Zynga, die vor allem mit Farmville Erfolge feiert, hat es getan. Ebenso Groupon, ein Portal für alle Schnäppchenjäger. Auch eines der bekanntesten Netzwerke für berufliche Kontakte, LinkedIn, ist bereits an der Börse vertreten. Und nun also Facebook, die weltweit größte Plattform im Bereich Social Network, die einst vom Studenten Mark Zuckerberg ins Leben gerufen wurde. Facebook veröffentlichte seinen Börsenprospekt und scheint für seinen Börsengang bestens vorbereitet. Es fehlt eigentlich nur noch ein finaler Termin. Aber auch alle Fragen für potenziellen Investoren stoßen längst noch nicht auf Antworten.

Volumen auf fünf Milliarden US-Dollar festgesetzt

Beginnen wir also mit den Fakten: Gerechnet wurde mit etwa der doppelten Summe, doch das Volumen für den Börsengang von Facebook wurde zunächst auf fünf Milliarden US-Dollar festgesetzt – wobei es sich hier noch nicht um den finalen Preis handeln muss, weil es Usus ist, zunächst einmal die Reaktionen abzuwarten, um dann nachzubessern. In seinem beigefügten Schreiben betont Mark Zuckerberg noch einmal, dass der Gedanke, der hinter Facebook steckt, ursprünglich nicht der war, ein Unternehmen zu gründen. Man wollte eine soziale Mission erfüllen, erinnert sich der Facebook-Gründer. In der Zuckerbergschen Arithmetik bedeutet das: „Wir entwickeln keine Dienste, um Geld zu machen; wir verdienen Geld, um bessere Dienste zu entwickeln.“

Werbeeinnahmen steigen rasant

Dennoch gilt der Gang von Facebook an die Börse als der am meisten aufsehenerregende im Bereich Internet. Als es Google 2004 auf das Parkett trieb, brachte es das einstige Suchmaschinen-Unternehmen auf 1,7 Milliarden US-Dollar an Einnahmen. Die Gesamtbewertung betrug 23 Milliarden US-Dollar, die zu 189 Milliarden US-Dollar gewachsen sind. Doch wie hoch ist Facebooks Firmenwert tatsächlich? Das Unternehmen selbst äußert sich noch nicht zu den von Experten geschätzten 75 bis 100 Milliarden US-Dollar, spricht aber über die Entwicklung der Gewinne: Dank der lukrativen Werbeeinnahmen stieg dieser von 229 Millionen (2009) über 606 Millionen (2010) bis auf rund eine Milliarde US-Dollar im vergangenen Jahr. Der Umsatz steigerte sich im Vergleich zu 2010 um satte 88 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar. Und trotz aller Erfolgszahlen muss sich Facebook auch gegen Kritik wehren: Immer wieder ruft die Plattform Datenschützer auf den Plan, zuletzt werden der neuen Chronik namens Timeline.

© Bild: flickr / user

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